Mir selbst Freund sein …

„erbarme dich meiner“ – Mir selbst Freund werden, ist ein Motiv der diesjährigen E-Mail-Fastenimpulse speziell für Männer. Sie werden angeboten und verschickt von der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt am Main und der Kirchlichen Arbeitsstelle für Männerseelsorge. Zu den Fastensonntagen und den besonderen Tagen der Fastenzeit erhalten die Teilnehmer einen kurzen Text zugemailt, der zum Innehalten und Nachdenken einlädt. Hier erhalten Sie Informationen zu den Themen und Autoren 2016 – und Sie können sich anmelden (Eine Neuanmeldung ist nur erforderlich, wenn Sie in früheren Jahren nicht teilgenommen hatten bzw. sich abgemeldet/aus der Empfängerliste ausgetragen hatten).

Mir selbst Erbarmen erbitten und schenken lassen, um anderen gegenüber Freund sein zu können. Für manchen klingt das nach falschem Eigennutz und verpönter Selbstliebe. Traue ich mich das? Mir selbst ein Freund sein. Mich mir selber zuwenden. Mich mit freundlichen Augen anschauen. In allem, was mich quält. In allem, was andere nervt. In allem, was mich von meinem Seelenheil abhält. „erbarme dich meiner“ Das ist manchmal leichter gesagt als gefühlt und erhofft.

Aber zu dieser Selbstliebe wollen die Fastenimpulse für Männer 2016 einladen.
Mal nach innen schauen. Liebevoll.
Mich mir zuwenden und mich spüren. Achtsam.
Um in der Tiefe zu ahnen: Nur wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch anderen geben. Wenn ich wirklich zu mir finde, bleibe ich nicht bei mir.

„Die Freundlichkeit anderen gegenüber erwächst aus der Freundschaft mit sich selber.“ So zitiert Meister Eckhart (1260-1328) den Aristoteles und meint: Wie soll also jemand sich meiner oder deiner erbarmen, der nicht mit sich selbst barmherzig umgeht. Denn „wer gegen sich selbst böse ist, wem wird er gut sein?“. (Sir14,5) Und er interpretiert das Jesus-Wort „Seid barmherzig“ so, dass er will, dass wir auch barmherzig sind mit unserem Leib und unserer Seele. (vgl. LW IV, S. 126f.)

Die Fastenimpulse greifen 2016 auch Themen und Motive der Lesungen aus dem Ersten Testament an den jeweiligen Feiertagen auf. Aber sie wenden diese auf uns heute. Um zu uns zufinden.

Mich setzen und zur Ruhe kommen.
Das Fenster aufmachen.
Meine Energie oder Erschöpfung spüren.
Meine Fragen ahnen.
Vielleicht mich selbst aushalten.
Mich mir zuwenden.
Mitten im Alltag.

Dazu möchten wir Sie einladen.
Ab Aschermittwoch.
Fastenzeit für die Seele. Dazu wollen die Briefe anregen.
Mir selbst Freund sein.